Li-Fi: Neue Technik für drahtlose Datenübertragung

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Li-Fi – so heißt die neue Technologie die Datenübertragungen mit bis zu 10 Gigabit/s ermöglichen soll. Welche Vor- und Nachteile diese optische Übertragung uns bringt sehen wir uns hier mal kurz an.

Was heißt Li-Fi?

Li-Fi steht für Light-Fidelity(zu dt. Licht-Wiedergabe) und funktioniert im Gegensatz zu Wlan nicht mit Funkwellen sondern mit Lichtsignalen. Bis zu 100mal schneller soll Li-Fi im Vergleich mit Wlan sein. Für einen direkten Vergleich der Geschwindigkeit muss man aber die unterschiedlichen WLAN-Standards beachten.

Wie funktioniert das ganze?

Li-Fi funktioniert folgendermaßen:

  • In einer speziellen Lampe werden LEDs mit hoher Geschwindigkeit an- und ausgeschaltet.
  • Das dabei entstehende Flackern kann das menschliche Auge nicht wahrnehmen. Es sieht so aus, als wäre die Lampe permanent eingeschaltet.
  • Die Lichtsignale werden durch einen Sensor, etwa am Smartphone, aufgefangen, der diese in elektrische Impulse umwandelt.
  • Wenn der Lichttransfer durch Objekte blockiert wird, findet keine Datenübertragung mehr statt.
  • Li-Fi-Übertragung soll effizienter und sicherer mehr Daten übertragen als WLAN.

Geschwindigkeitsvergleich und Sicherheit

Übertragungstechnik Geschwindigkeit Geschwindigkeit in MB/s
Li-Fi (Laborbedingungen) 10 Gigabit/s 1250 MB pro Sekunde
Li-Fi (Prototyp) 1 Gigabit/s 125 MB pro Sekunde
Gigabit-Netzwerk (Kabel) 1 Gigabit/s 125 MB pro Sekunde
WLAN n-Standard (Drahtlos) 0,6 Gigabit/s 75 MB pro Sekunde
WLAN g-Standard (Drahtlos) 0,054 Gigabit/s 6,75 MB pro Sekunde

 

Unter Laborbedingungen wurden sogar 10 Gigabit pro Sekunde erreicht, was umgerechnet 1250 Megabyte pro Sekunde sind. Zur Veranschaulichung: Damit lässt sich ein HD-Film in nur wenigen Sekunden kopieren. Wenn man dies mit dem WLAN-n-Standard vergleicht, ist Li-Fi ungefähr 16 mal schneller; dem WLAN-g-Standard übertrumpft Li-Fi sogar um das 185-fache.

Abgesehen von den schnellen Übertragungsraten hat Li-Fi weitere Vorteile: Aufgrund der optischen Methode der Datenübertragung ist Li-Fi sicherer als WLAN, da es nicht durch Wände dringen und von außen weniger leicht angezapft werden kann. Außerdem kommt es nicht zu Interferenzen wie bei WLAN. Aufgrund dessen, dass es sich um eine optische Datenübertragungstechnologie handelt, dürfte Li-Fi WLAN nicht komplett ersetzen, aber komplementär zum Einsatz kommen, um effizientere Netzwerke zu entwickeln.

Li-Fi
Li-Fi

Jede Glühbirne könnte somit als Li-Fi-Hotspot eingesetzt werden!

Bevor Li-Fi massenkompatibel wird, müssen noch Wege entwickelt werden, die Technologie in existierende Produkte zu integrieren. Denn, so Solanki, sei es äußerst schwierig eine komplett neue Infrastruktur für Li-Fi aufzubauen.

Geht es nach dem Entwickler der Technologie, ist es möglich, Li-Fi in bestehende Infrastrukturen zu integrieren. Seiner Vision zufolge soll in der Zukunft jede Glühlampe einen ultraschnellen Internetzugang bieten. Laut Haas müsse man nur jeder potenziellen Lichtquelle einen kleinen Mikrochip verpassen. Dafür müssen allerdings die Hersteller von Endgeräten die Technologie auch adaptieren.

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